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Rück- und Ausblick auf die Jahre 2025 bis 2026

27. Januar - Internationaler Tag der Erinnerung und Gedenken der Opfer der europaweiten deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager

(Das Datum erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945, was das symbolische Ende des Holocausts markiert); Teil 1

1943 befahl der „Reichsführer-SS“ Heinrich Himmler, die jüdischen Ghettos im Baltikum aufzulösen und deren Bewohnerinnen und Bewohner, bei denen es sich zu dieser Zeit ja faktisch bereits um Häftlinge handelte, zu ermorden oder in Konzentrationslager zu verbringen. Alle noch in Ghettos lebenden Juden sollten in Konzentrationslagern „zusammengefasst“ werden, um dort Zwangsarbeit zu leisten. Diejenigen, die dafür zu alt waren, wurden ausgesondert, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

In Lettland wurden im Zusammenhang mit der Auflösung des Ghettos in Riga im Frühjahr 1943 die Überlebenden des Rigaer Ghettos und der Ghettos von Liepāja, Daugavpils und Vilnus interniert und dafür das Konzentrationslager Kaiserwald (deutscher Name für Mežaparks) gegründet. Es war vom Umfang her recht klein und umfasste nur eine Fläche von 150 Metern mal 225 Metern. Es war jedoch der organisatorische Mittelpunkt der Registrierung und des Arbeitseinsatzes der Juden der Ghettos in Lettland und auch in Litauen – soweit sie den Holocaust bis dahin überlebt hatten. Da die Häftlinge durch Zwangsarbeit ausgebeutet werden sollten, entstanden auch 18 Außenlager zu dem eigentlichen KZ. Dort hielten sich vermutlich zwischen 2.000 und 3.000 Häftlinge beiderlei Geschlechts auf.

Die Mehrzahl der Juden, die im KZ Kaiserwald interniert waren, stammte aus dem Baltikum, aus Polen und aus Ungarn. Sie waren permanenten Misshandlungen ausgesetzt, die nicht nur von den SS-Wachmannschaften, sondern auch von den sogenannten Funktionshäftlingen ausgingen. Dies waren Insassen, denen Privilegien dafür zugestanden wurden, dass sie die Aufsicht über ihre Mithäftlinge führten. Vorwiegend wurden für diese Funktion kriminelle Häftlinge eingesetzt. Im Mai 1944 befanden sich fast 12.000 Häftlinge im KZ Kaiserwald und seinen Außenlagern, dabei handelte es fast ausschließlich um Jüdinnen und Juden.

Das KZ Kaiserwald war zwar kein Vernichtungslager wie beispielsweise Auschwitz, aber es fanden regelmäßig Selektionen statt, denen alle zum Opfer fielen, die zu jung, zu alt oder zu schwach zum Arbeiten waren.

Zu den ersten Insassen des KZ zählten auch einige hundert Sträflinge aus Deutschland. Nach der Besetzung Ungarns durch die Deutschen wurden ungarische Juden nach Kaiserwald verbracht, ebenso eine Anzahl von Juden aus dem Ghetto in Łódź. Im Mai 1944 waren 11.878 Gefangene im Stammlager und seinen Außenlagern registriert, davon 6.182 Männer und 5.696 Frauen. 95 Lagerinsassen galten als „Nichtjuden“.

Im Unterschied zu Auschwitz oder Treblinka war Kaiserwald kein Vernichtungslager. Deutsche Unternehmen, hauptsächlich die AEG, setzten zahlreiche Frauen aus Kaiserwald als Zwangsarbeiterinnen für die Produktion ihrer elektrischen Geräte ein.

Für die Organisation der Zwangsarbeit wurden die KZ-Außenlager in Riga am Balastdamm (18. August 1943 bis 7. August 1944), in den Dünawerken (18. August 1943 bis 1. Juli 1944), im Heereskraftfahrzeugpark (18. August 1943 bis 6. August 1944) und dessen Außenstelle in der Hirtenstraße (31. Januar 1944 bis 6. August 1944) eingerichtet. Weitere ab dem 18. August 1943 eingerichtete Außenlager befanden sich in Riga Lenta, Riga Mühlgraben, Riga Strasdenhof in der Widzemer Chaussee und bei der Rigaer Reichsbahn. In Riga Spilwe wurde ein Außenkommando bereits ab dem 5. Juli 1943 eingesetzt, in Riga Strasdenhof in der Widzemer Chaussee von der AEG bereits ab dem 1. August 1943, ab dem 1. Juni 1944 dann auch in der dortigen Anodenwerkstatt.

Das KZ-Außenlager „Riga Lenta (SD-Werkstätte)“ wurde von Eduard Roschmann geleitet, dem „Schlächter von Riga“, der vorher bereits das Kommando im Ghetto Riga geführt hatte. Nach der Befreiung vom Faschismus deutschen floh er mit Hilfe der italienischen Caritas und eines gefälschten argentinischen Reisepasses über Genua nach Argentinien, eine der sogenannten Rattenlinien. Dort baute er sich eine neue Existenz unter dem Namen Federico Wegener auf.

Wegen des Vorrückens der Roten Armee auf die baltischen Länder wollte das Sonderkommando 1005 unter Walter Helfsgott die Massenmorde für die Endlösung im Raum Riga vertuschen. Zwei jüdische Häftlingsgruppen zu je 30 Mann mussten von Mai bis September 1944 die Massengräber in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki ausheben, die Leichen verbrennen, sowie Asche und Knochen verstreuen. Nachdem diese Arbeit getan war, wurden sie erschossen.

Ende Juni 1944 begann die SS, das Konzentrationslager zu „evakuieren“ und die Gefangenen im September 1944 ins KZ Stutthof im Gau Danzig-Westpreußen zu bringen. Der Täter-Begriff „evakuieren“ beinhaltete Abtransport oder Ermordung an den Häftlingen. Nicht transportfähige Häftlinge wurden erschossen. Insbesondere wurden Juden ermordet, die auch nur im geringsten Maße „straffällig“ geworden waren, oft auch Minderjährige und Menschen über 30 Jahre.

Am 24./25. September 1944 wurden nochmal 3155 Gefangenen nach Danzig verschifft, am 11. Oktober 1944 verließ ein letztes kleines Aufräumkommando das KZ.

Die Rote Armee befreite das Gelände am 13. Oktober 1944.

Quellen/Literatur:

  • Andrej Angrick, Peter Klein: Die „Endlösung“ in Riga. Ausbeutung und Vernichtung 1941–1944. (Gesamtdarstellung). Wissenschaftliche Buchgesellschaft (Reihe: Forschung), Darmstadt 2006
  • Franziska Jahn: Riga-Kaiserwald – Stammlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel(Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 8: Riga, Warschau, Vaivara, Kaunas, Płaszów, Kulmhof/Chełmno, Bełżec, Sobibór, Treblinka. C.H. Beck, München 2008
  • Franziska Jahn: Das KZ Riga-Kaiserwald und seine Außenlager 1943–1944. Strukturen und Entwicklungen. Metropol, Berlin 2018
  • Bernhard Press: Judenmord in Lettland 1941–1945. 2., veränderte Auflage. Metropol, Berlin 1995

 

Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von amerikanischen Machtinteressen in Wildwestmanier

Donald Trump verzichtet auf Menschenrechte, Demokratie oder humanitärer Verantwortung, und erklärte ganz offen, worum es bei der Militäraktion in Venezuela ging: um den Zugang zu den größten bekannten Erdölreserven der Welt, um geopolitische Kontrolle und die Durchsetzung von US-Interessen.

Der Bruch mit dem Völkerrecht wird dabei nicht einmal mehr geleugnet, sondern zur Normalität erklärt und es wird nicht einmal mehr den Anschein von Legitimation erwecken. Trump setzt auf nackte Gewalt bei der Durchsetzung der Monroe Doktrin zur Umsetzung amerikanischer Interessen in Süd- und Nordamerika.

Entlarvend ist die Euphorie rechtsautoritäre Regierungschefs wie Milei und Netanjahu, die den US-Angriff als »historisch« oder »wegweisend« feiern. Auch Selenskij, der unter Berufung auf Souveränität und Selbstbestimmung selbst militärische Unterstützung einfordert, begrüßte den Bruch des Völkerrechts.

Vertreter westlicher Länder, wie der deutsche Bundeskanzler oder der französische Präsident Macron, winden sich, nur um den Aggressor nicht klar zu benennen zu müssen.

Die vielbeschworenen westlichen Werte, mit denen sonst Sanktionen und Waffenlieferungen begründet, werden ad absurdum geführt. Ein überfallenes Land wird zum Täter erklärt, um den unstreitig völkerrechtswidrigen Angriff als Mittel der Politik zu rechtfertigen.

 

Kaum an der Macht und die Faschisten begannen politische Gegner auszubürgern

Mit der erstenAusbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933 entzog das deutsche faschistische Regime 33 Personen die Staatsangehörigkeit und machte sie so zu Staatenlosen. Grundlage war das "Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit". 

Die Liste war die erste von insgesamt 359 Listen und wurde am 25. August 1933 im Reichsanzeiger veröffentlicht. Die letzte derartige Liste wurde am 7. April 1945 veröffentlicht. Insgesamt wurden bis zum Ende des faschistischen Staates 39.006 Personen ausgebürgert.

Auf der ersten Liste aus dem August 1933 standen prominente Gegner des faschistischen Regimes wie der ehemalige SPD-Fraktionschef Rudolf Breitscheid, der Kommunist und Mitglied des Deutschen Reichstages Wilhelm Pieck, der Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der frühere Reichsministerpräsident Philipp Scheidemann, der kommunistische Verleger Willi Münzenberg, der Theaterkritiker Alfred Kerr, der Rätekommunist Max Hoelz, der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky, der Schriftsteller Heinrich Mann, der Kommunist und Wirtschaftsminister in Sachsen(1923) Friedrich(Fritz) Heckert, der Mathematiker Emil Gumbel, der Schriftsteller und Politiker Ernst Toller, der Kommunist Kurt Grossmann, der  SPD-Parteivorsitzende und Sprecher gegen das so genannte "Ermächtigungsgesetz", Otto Wels, der Berliner Vizepolizeipräsident, Goebbels-Gegner und Rechtsstaatsverteidiger Bernhard Weiß und der ehemalige preußische Innenminister Albert Grzesinski, die deutsch-österreichische kommunistische Politikerin Ruth Fischer(Elfriede Gohlke) und weitere. Auf den Ausbürgerungslisten fand sich ein Großteil der geistigen Elite des damaligen Deutschlands. Das Vermögen der Ausgebürgerten wurde eingezogen, wodurch ein Großteil von ihnen mittellos wurde.

Anmerkung: Im Deutschen Klub in London wurden Bilder der 33 Ausgebürgerten mit der Unterschrift aufgehängt: „Wenn ihr einen trefft, schlagt ihn tot!“.

Qellen/Literatur(ausgewählt):

  • Michael Hepp (Hrsg.):Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933-45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichter Listen. Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge. Saur, München 1985
  • Klaus Pfeiffer, Joachim Rott:Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933(=Topographie des Terrors. Notizen. Band 9). Hentrich & Hentrich, Berlin 2016
  • Deutscher Reichsanzeiger 25. August 1933
  • Michael Hepp (Hrsg.):Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933-45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen(PDF; 20 kB). 3 Bände. Saur, München u. a. 1985–1988

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Die Webmaster Kolumne

"Die USA wollen nur Öl", sagen sie...

Venezuela verfügt über die größten festgestellten Ölsreserven der Welt. Wenn Öl das Problem wäre, sollte das Land reich sein. Stattdessen brach die Produktion zusammen, die Infrastruktur verfaulte und die Nation implodierte. 

In den letzten 25 Jahren haben China, Russland, der Iran und Kuba - nicht die USA - Venezuelas Öl, durch Schulden-für-Ölgeschäfte erhalten, Vermögenswerte beschlagnahmt und ein autoritäres Regime unterstützt. Allein China hat Venezuela mit zig Milliarden durch Öl abgesicherte Kredite abgeschöpft, die den Venezolanern wenig bis gar keine echten Einnahmen brachten. Russland und der Iran hielten das Regime über Wasser. Kuba hat  Sicherheits- und Geheimdienste im Austausch für subventioniertes Öl bereitgestellt. 
Vor Chavez und Maduro verkaufte Venezuela den größten Teil seines Öls an die Vereinigten Staaten - das Land war viel stabiler und wohlhabender. Der Zusammenbruch begann Jahre vor US-Ölsanktionen, die verhängt wurden, nachdem die einheimische Erdölindustrie (PDVSA) verstaatlicht, Wahlen gefälscht und die Zivilgesellschaft  zerschlagen wurde.  

Das war kein “Anti-Imperialismus”. Es war eine autoritäre Entnahme. 
Mehr als 8 Millionen Venezolaner waren gezwungen, aus ihrem Land zu fliehen. 
Der Ölreichtum ist nicht verschwunden- er wurde von Regimen und ausländischen Gönnern ausgenutzt. 

Anti-amerikanische Parolen sind einfach. Fakten sind schwieriger. 

Quelle: Instagram thatlatinzionist

https://www.reuters.com/business/energy/venezuelan-oil-industry-worlds-largest-reserves-decaying-infrastructure-2026-01-03/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/

www.eia.gov/international/content/analysis/countries_long/Venezuela/pdf/venezuela_2024.pdf

www.cfr.org/backgrounder/venezuela-crisis

www.congress.gov/crs-products/product/pdf/R/R44841

www.reuters.com/world/americas/venezuelas-oil-output-collapses-years-mismanagement-2023-11-15/

www.unhcr.org/venezuela-emergency.html

www.iom.int/venezuela-migration

Der Kampf gegen den Islamofaschismus

Liebe Kameraden und Kameradinnen,

wir leben in unruhigen und historischen Zeiten. Wir als VVN BdA Chemnitz und der VVN BdA haben dabei auch eine besondere Verpflichtung im Kampf gegen den weltweiten Faschismus. Diese Verpflichtung möchte ich mit unserer Website nachkommen. Einerseits werde ich täglich unsere Helden des Widerstandes würdigen. Andererseits werde ich in diesen Zeiten auf den Islamischen Faschismus, die Muslim Brotherhood und ihre Helfershelfer in den Staaten der westlichen Welt hinweisen und hinter die Kulissen schauen. Deshalb möchte ich Euch über die im Iran stattfindende Revolution und den Islamischen Faschismus insbesondere die Hamas informieren. Deshalb habe ich die Videos von Iranern im Ausland und auch einen Verweis auf das größte Verbrechen seit dem Holocaust an den Juden und dem jüdischen Staat- Israel - online gestellt. Diese Bilder zeigen den Islamischen Faschismus in ihrer menschenverachtendes Form seit dem Holocaust. Ich habe mich in den letzten Jahren besonders mit diesem Ereignis befasst, da mir am 8. Oktober 2023 von sog. Linken, Marx21, AGR und den Trotzkisten, mitgeteilt wurde, die Juden seien doch selber Schuld seit dem Theodor Herzl in seiner Niederschrift “Der Judenstaat” einen eigenen Staat für die Juden gefordert hat. 

Ich freue mich auf Eure Beiträge und die Diskussion in unserem zukünftigen Blog, 

(A.K.)

 

Der Iran steht auf

gegen den islamischen Faschismus

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mit Goldie Ghamari, Armin Navabi und Mahyar Tousi

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Kinderdenkmal in Lidicé braucht unsere Unterstützung

Tschechoslowakische Widerstandskämpfer verübten am 27. Mai 1942 ein erfolgreiches Attentat auf Reinhard Heydrich, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Die faschistischen Besatzer reagierten mit massiven Vergeltungsmaßnahmen.

Am Abend des 9. Juni 1942 umstellten deutsche Polizeikräfte den Ort. Alle 172 Männer, die älter als 15 Jahre waren, wurden am Morgen des 10. Juni erschossen, 195 Frauen wurden, nachdem sie in einer Turnhalle in Kladno von den Kindern getrennt worden waren, in das KZ Ravensbrück deportiert, wo 52 von ihnen ermordet wurden. Sechs Schwangere wurden nach Prag gebracht, nach der Entbindung von ihren Neugeborenen getrennt und ebenfalls ins KZ Ravensbrück deportiert. Lidice wurde in Brand gesteckt, gesprengt und dann eingeebnet.

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Zur Erinnerung und Mahnung wurde eine Bronzegruppe mit den Abbildern der 82 Kinder von der Bildhauerin Marie Uchytilová geschaffen.

Für den Erhalt und einer notwendigen Restaurierung  des Denkmals werden Spenden eingeworben.

Post aus Lidice(Auszug): 

Wir freuen uns stets über Unterstützung und sind sehr dankbar, wenn Sie unser Vorhaben, das Kinderdenkmal zu restaurieren finanziell unterstützen. Wir haben auch einen Bankaccount bei der Česká národní banka, wo Gelder auch in Euro überwiesen werden können:

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Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen

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PhDr. Eduard Stehlík, Ph.D., MBA

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Buchankündigung: Wie Lämmer zur Schlachtbank?

Am nachfolgend vorgestellten Buch arbeiteten auch Mitglieder unseres Vereines mit. Wir möchten es an dieser Stelle gerne mittels der Verlagsankündigung vorstellen:

Bertram Seidel, Gabriele Seidel, Enrico Hilbert (Hrsg.)
Wie Lämmer zur Schlachtbank?
Jüdischer Widerstand und Verweigerung aus der jüdischen Bevölkerung in Sachsen gegen da NS-Regime 1933-1945

Das Buch erhebt hinsichtlich der erörterten Thematik weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf theoretischen Tiefgang. Ihr Hauptanliegen besteht vielmehr darin, anhand des Verhaltens konkreter Personen einen Eindruck vom Ausmaß resistenten Handelns aus der jüdischen Bevölkerung eines räumlich klar definierten Territoriums des Deutschen Reiches gegen das Herrschaftssystem der Nazis zu vermitteln und damit der in verschiedenen Milieus noch immer stark verbreiteten Pauschalansicht, die Juden hätten sich nich gegen das Hitlerregime und damit gegen ihr Verderben gewehrt, handfeste Tatsachen entgegenzusetzen. Bekanntlich wurde dieser Aspekt der Holocaust-Gesamtthematik zumindest im deutschsprachigen Raum über lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt und darüber hinaus von einigen Historikern wie beispielsweise Raul Hilberg in seiner 1992 erschienenen Publikation „Täter, Opfer, Zuschauer. Die Vernichtung der Juden 1933 bis 1945“ in der Vergangenheit auch verzerrt dargestellt.

Interessierte können das Buch direkt beim Verlag bestellen. >>> https://www.edition-av.de/

NS-Terror und Verfolgung in Sachsen

Dr. Hans Brenner und seine 50 Mitstreiter haben ein umfangreiches Werk über die Anfänge der Konzentrationslager in Sachsen vorgelegt.

Die Neuerscheinung der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wirft ein neues Licht auf die Zeit der Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 in Sachsen. Zu den Themen zählen das System der Frühen Konzentrationslager von 1933 bis 1937 (mit mindestens 80 sächsischen Städten und Gemeinden), die politischen Prozesse gegen Gegner des NS-Systems, Opferschicksale aus den verschiedenen Verfolgten-Gruppen und die als Todesmärsche bezeichneten Evakuierungsmärsche aus Konzentrationslagern und deren Außenlagern ab Herbst/Winter 1944 über sächsisches Territorium. 

Mit einem umfangreichen Datenanhang und vier thematischen Karten liefert das Buch neuestes Forschungsmaterial für die sächsische Heimat- und Landesgeschichte.

Brenner, Hans / Heidrich, Wolfgang / Müller, KlausDieter / Wendler, Dietmar (Hrsg.) NS-Terror und Verfolgung in Sachsen.
Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 S

Von Leipzig über Waldheim nach Buchenwald vom Anarchosyndikalisten zum Kommunisten

Erinnerungnen von Richard Thiede (1906 - 1990) Herausgegeben von Gert Thiede 

Zu diesem Bericht Im Januar 1984, mit bereits 78 Jahren, hat mein Vater versucht, sein persönliches Leben schriftlich festzuhalten.
Sein Ziel war es, die Erinnerungen einmal in einer Schrift zusammenzufassen und der Öffentlichkeit oder einem Museum zur Verfügung zu stellen. Dabei kam es ihm vor allem darauf an, die in Zeiten politischer Engstirnigkeit mancher Funktionäre, ihre abwertende und abweisende Einschätzung zum Wirken der Freien-Arbeiterunion-Deutschlands (FAUD) in der Betrachtung der Arbeiterbewegung richtig zu stellen. ....